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Die kurze Antwort

Die Amex Green Card wird in Deutschland nicht mehr angeboten (Stand August 2026); ihr Nachfolger ist die American Express Card: 5 € im Monat (60 € im Jahr), ab dem zweiten Jahr 0 € bei mindestens 9.000 € Jahresumsatz, Membership Rewards inklusive mit 1 Punkt pro Euro, eine Zusatzkarte gratis, 90 Tage Rückgaberecht und 40 € Startguthaben nach 2.000 € Umsatz in sechs Monaten. Keine Guthaben, keine Lounges, keine Reiseversicherung. Sie ist damit der günstigste echte Einstieg in Membership Rewards und für Punktesammler ohne SIXT-, FREENOW- oder Lounge-Bedarf die klügere Wahl vor der Gold (240 €); wer gar nichts zahlen will, nimmt die kostenlose PAYBACK American Express.

Die Kurzfassung

Falls du hier gelandet bist, weil du die “Amex Green” suchst: Die Green Card gibt es in Deutschland nicht mehr. American Express hat sie aus dem Sortiment genommen, und an ihrer Stelle steht die schlicht benannte American Express Card, für 5 € im Monat, mit Membership Rewards inklusive und einem Kniff, den die Green nie hatte: Ab dem zweiten Jahr kostet sie 0 €, wenn du im Jahr davor mindestens 9.000 € über die Karte gezahlt hast. Ich habe früher auf dieser Seite davon abgeraten, die Green zu nehmen, weil sie zwischen der kostenlosen PAYBACK und der besseren Gold zerquetscht wurde. Mit dem Nachfolger dreht sich das Urteil: Die American Express Card ist 2026 für die meisten Punktesammler ohne Premium-Anspruch die klügere Karte, gerade weil die Gold jetzt 240 € kostet. Hier die ehrliche Einordnung mit den Zahlen vom 18. August 2026, direkt von der Amex-Produktseite.

Was hat sich 2026 geändert: von der Green Card zur American Express Card

Die alte Amex Green Card war die “Karte dazwischen”: eine moderate Jahresgebühr, echte Membership-Rewards-Punkte, wenig Extras. Sie wird in Deutschland nicht mehr verkauft: Wer heute eine Amex mit Punkten unterhalb der Gold beantragen will, bekommt die American Express Card. Der wichtigste Unterschied zur Green: die Umsatzregel. 9.000 € Jahresumsatz reichen, damit das Kartenentgelt ab dem zweiten Jahr entfällt; für viele Haushalte, die Miete nicht, aber Supermarkt, Tanken, Reisen und Onlineshopping über die Karte laufen lassen, ist das erreichbar.

Wie viel kostet die American Express Card und was steckt drin?

Stand 18. August 2026, Quelle: die Produktseite der American Express Card bei American Express Deutschland.

LeistungAmerican Express Card 2026
Kartenentgelt5 €/Monat = 60 €/Jahr, monatlich abgebucht
Ab dem 2. Jahr0 €, wenn im Vorjahr mindestens 9.000 € Umsatz über die Karte liefen; sonst weiter 60 €
Punkte1 Membership-Rewards-Punkt pro 1 € Umsatz, Programm inklusive
Startguthaben40 € nach 2.000 € Umsatz in den ersten 6 Monaten
Zusatzkarte1 inklusive
Käuferschutz90 Tage Rückgaberecht
BezahlenApple Pay, Google Pay, Amex Offers
Guthaben (SIXT, FREENOW, Reise, Restaurant)keine
Lounge-Zugang, Hotelstatuskeiner
Reiseversicherungkeine
Fremdwährung2 % Auslandseinsatzentgelt
Bargeld am Automaten4 %, mindestens 5 €
Freundschaftswerbungnicht angeboten; Antrag über die offizielle Produktseite

Lohnt sich die American Express Card? Die ehrliche Rechnung

Die Rechnung ist so kurz wie bei kaum einer anderen Karte:

  • Jahr 1: 60 € Entgelt, dagegen 40 € Startguthaben nach 2.000 € Umsatz. Netto 20 € für ein Jahr Membership Rewards.
  • Ab Jahr 2 mit 9.000 € Umsatz: 0 €. Du sammelst 1 Punkt pro Euro auf allen Umsatz und zahlst dafür nichts. Bei 9.000 € Umsatz sind das 9.000 Punkte im Jahr, bei Amex-Reisen rund 45 € wert, bei einem guten Airline-Transfer mehr, für null Gebühr.
  • Ab Jahr 2 unter 9.000 € Umsatz: 60 € im Jahr für Punkte. Bei 6.000 € Umsatz sammelst du 6.000 Punkte (rund 30 € Wert), zahlst aber 60 €. Dann ist die kostenlose PAYBACK American Express mit 1 PAYBACK-Punkt je 3 € die bessere Gratis-Karte.

Die Faustregel: Setzt du monatlich 750 € und mehr über die Karte um, ist die American Express Card der günstigste Weg zu echten Membership-Rewards-Punkten in Deutschland. Setzt du weniger um, nimm die PAYBACK.

American Express Card vs Gold vs Blue vs PAYBACK

American Express CardGoldBluePAYBACK
Entgelt60 €/Jahr, ab Jahr 2 bei 9.000 € Umsatz 0 €240 €/Jahr0 €0 €
Membership Rewardsinklusive, 1 Punkt/€inklusive, 1 Punkt/€nur mit Zusatz für 30 €/Jahrnein, 1 PAYBACK-Punkt je 3 €
Guthabenkeinebis zu ~430 € (SIXT+, SIXT rent, FREENOW, Lodenfrey)keinekeine
VersicherungkeineReiseversicherung für die FamilieReise-Unfallversicherungkeine
Willkommensangebot40 € Startguthabenbis zu 200 € Startguthaben oder bis zu 50.000 Punkte über Freundschaftswerbung25 € Startguthabenbis zu 3.000 Extra°Punkte
Am besten fürPunktesammler ab 750 €/Monat UmsatzAuto-, Taxi- und Mietwagennutzerreine Amex-Akzeptanz ohne GebührGelegenheitsreisende, PAYBACK-Kunden

Kurz: Willst du gratis, nimm die PAYBACK. Willst du Punkte und nutzt SIXT und FREENOW, nimm die Gold. Willst du Membership Rewards so günstig wie möglich, ist die American Express Card die richtige Karte. Die Blue lohnt nur ohne Punkte; sobald du dort den 30-€-Zusatz zahlen würdest, ist die American Express Card für 60 € (später 0 €) das bessere Paket.

Die ehrlichen Kompromisse

Vorteile
  • 60 € im Jahr, ab dem zweiten Jahr bei 9.000 € Umsatz gratis
  • Membership Rewards inklusive, 1 Punkt pro Euro wie Gold und Platinum
  • 40 € Startguthaben, 1 Zusatzkarte, 90 Tage Rückgaberecht
  • Kein Risiko: keine 240 € oder 720 € Entgelt, die du erst wieder reinholen musst
Nachteile
  • Keine Guthaben, keine Lounges, kein Hotelstatus, keine Reiseversicherung
  • Unter 9.000 € Jahresumsatz bleibt es bei 60 €, dann ist die PAYBACK günstiger
  • Kein Freundschaftsbonus, nur das 40-€-Startguthaben von Amex
  • 2 % Auslandseinsatzentgelt und Akzeptanzlücken, braucht eine Zweitkarte

Wie bei jeder deutschen Amex kommen 2 % Auslandseinsatzentgelt auf Fremdwährungsumsätze und 4 % (mindestens 5 €) für Bargeld am Automaten dazu, und viele kleine Läden nehmen nur girocard, Visa oder Mastercard. Halte deshalb eine gebührenfreie Revolut-Karte bereit; wie sich Amex und Revolut ergänzen, steht in Amex vs. Revolut.

Für wen ist die American Express Card (und für wen nicht)?

Hol die American Express Card, wenn du echte Membership-Rewards-Punkte auf deinen Alltagsumsatz willst, monatlich rund 750 € und mehr über die Karte laufen lässt und weder Lounges noch Mobilitätsguthaben brauchst. Lass sie, wenn du lieber nichts zahlst und wenig umsetzt (PAYBACK), wenn du SIXT+, FREENOW oder Mietwagen regelmäßig nutzt (Gold) oder wenn du zehnmal im Jahr fliegst (Platinum). Der Vergleich aller Amex-Karten in Deutschland legt alle fünf nebeneinander.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es die Amex Green Card noch?

Nein. Die Amex Green Card wird in Deutschland nicht mehr angeboten (Stand August 2026). Ihren Platz nimmt die American Express Card ein: 5 € im Monat (60 € im Jahr), Membership Rewards inklusive, 1 Punkt pro Euro, eine Zusatzkarte gratis, und ab dem zweiten Jahr entfällt das Entgelt bei mindestens 9.000 € Jahresumsatz. Neu beantragen lässt sich nur noch die American Express Card.

Lohnt sich die American Express Card?

Ja, für alle, die echte Membership-Rewards-Punkte auf ihren Alltagsumsatz wollen, aber weder Lounges noch Guthaben brauchen. Die American Express Card kostet 60 € im Jahr und ab dem zweiten Jahr 0 €, wenn du im Vorjahr mindestens 9.000 € (750 € im Monat) über die Karte gezahlt hast. Sie sammelt dieselben Punkte wie die Gold für 240 € und die Platinum für 720 €. Wer gar keine Gebühr will, nimmt die kostenlose PAYBACK American Express; wer SIXT-, FREENOW- und Lodenfrey-Guthaben nutzt, die Gold.

Wie hoch ist die Jahresgebühr der American Express Card?

5 € im Monat, also 60 € im Jahr, monatlich abgebucht. Ab dem zweiten Jahr entfällt das Kartenentgelt komplett, wenn du im Jahr davor mindestens 9.000 € Umsatz über die Karte hattest; liegst du darunter, zahlst du weiter 60 €. Membership Rewards ist ohne Aufpreis enthalten, anders als bei der Blue Card, wo das Programm 30 € im Jahr extra kostet.

American Express Card vs Gold: welche ist besser?

Die American Express Card kostet 60 € im Jahr (ab dem zweiten Jahr bei 9.000 € Umsatz 0 €) und sammelt 1 Membership-Rewards-Punkt pro Euro, ohne Guthaben, Lounges oder Reiseversicherung. Die Gold kostet 240 € im Jahr, sammelt ebenfalls 1 Punkt pro Euro und gibt bis zu rund 430 € SIXT-, FREENOW- und Lodenfrey-Guthaben plus Reiseversicherung für die Familie zurück. Nutzt du diese Guthaben, ist die Gold besser; nutzt du sie nicht, ist die American Express Card die klügere Punktekarte.

Sammelt die American Express Card Membership Rewards?

Ja. Die American Express Card sammelt 1 Membership-Rewards-Punkt pro Euro Umsatz, dieselbe Punktewährung wie Gold und Platinum, ohne Zusatzgebühr für das Programm. Die Punkte lassen sich zum Zahlen mit Punkten (rund 0,4 Cent pro Punkt), für Gutscheine und Amex-Reisen (0,5 Cent) oder für Transfers in Airline-Programme wie Flying Blue, Etihad Guest oder Qatar Avios nutzen. Miles & More ist kein Transferpartner.

Fazit

Die American Express Card ist die Karte, die die alte Green hätte sein sollen: 60 € im Jahr, ab dem zweiten Jahr bei 9.000 € Umsatz gratis, Membership Rewards inklusive, kein Schnickschnack. Für Punktesammler ohne Lounge- oder Mobilitätsbedarf ist sie 2026 die klügere Wahl vor der Gold, und für alle, die wenig umsetzen, bleibt die kostenlose PAYBACK die ehrliche Empfehlung. Einen Freundschaftslink gibt es für diese Karte nicht; der Button unten führt direkt zur offiziellen Produktseite von American Express, wo du das 40-€-Startguthaben bekommst. Den Überblick über alle Karten und Länder findest du im Kreditkarten-Guide.